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Gemeinsam stark: Appell für internationale Partnerschaften

  • 22.09.26

Unternehmen und Wirtschaftsverbände appellieren an die Politik, internationale Zusammenarbeit gerade jetzt zu stärken, statt sich abzuschotten.

Würfel auf denen "fair!" steht mit Pflanze im Hintergrund
Würfel auf denen "fair!" steht mit Pflanze im Hintergrund

Wirtschaftlich und geopolitisch stehen wir vor schwierigen Zeiten. Die Folgen des Klimawandels, Blockaden wichtiger Handelsrouten, geopolitische Spannungen und der Ruf nach Abschottung gefährden Lieferketten und Wohlstand gleichermaßen. Genau in dieser Lage haben sich Unternehmen und Verbände in einem gemeinsamen Appell für mehr statt weniger internationale Zusammenarbeit ausgesprochen.

Fairtrade sieht darin ein wichtiges Signal: Offene, faire Partnerschaften sind die Grundlage für nachhaltigen Handel und existenzsichernde Einkommen weltweit. Denn den Krisen unserer Zeit können wir nur gemeinsam begegnen. Initiiert hat den Appell das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Fairtrade ist auch dabei!

Der Appell fordert:

  • Verlässliche Partnerschaften statt Rückzug: Deutschland ist als Exportnation auf stabile, internationale Beziehungen angewiesen.
  • Breitere Aufstellung: Einseitige Abhängigkeiten bei Rohstoffen, Lieferketten und Märkten sind ein Risiko, das sich nur durch bessere Partnerschaften verringern lässt.
  • Frühzeitige Einbindung der Wirtschaft: Das BMZ will Unternehmen künftig früher einbeziehen und Investitionen in Partnerländern erleichtern.
  • Beziehungen auf Augenhöhe: Zusammenarbeit soll beiden Seiten nutzen – wirtschaftlich wie gesellschaftlich.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan unterstützt die Forderungen: „Deutschlands wirtschaftliche Stärke entsteht durch Offenheit, Zusammenarbeit und verlässliche Partnerschaften – nicht durch Rückzug aus der Welt. Abschottung schwächt Deutschland und gefährdet unseren Wohlstand."

Warum das für Fairtrade zählt

Fairtrade setzt sich seit Jahrzehnten für faire, verlässliche Handelsbeziehungen ein. Mindestpreise, existenzsichernde Einkommen und langfristige Lieferbeziehungen funktionieren nur, wenn internationale Zusammenarbeit auf Vertrauen und Fairness basiert. Wo sich Deutschland und Europa stärker isolieren, trifft das häufig zuerst die Produzent*innen im globalen Süden, die auf stabile Handelspartner angewiesen sind.

Claudia Brück (Vorständin Politik & Kommunikation bei Fairtrade) sagt: „Fairtrade zeigt seit über 30 Jahren, dass fairer Handel gut für alle Beteiligten ist. Damit das funktioniert, braucht es auch eine internationale Zusammenarbeit auf Augenhöhe."