Switch Asia: EU-Projekt mit Fairtrade erreicht rund 9.500 Baumwollfarmer*innen in Indien
Vierjähriges SWITCH ASIA Projekt brachte Kleinbäuerinnen und -bauern im Baumwollanbau, Textilhersteller, Branchenverbände, Markenunternehmen und Verbraucher*innen zusammen.
Die Mode- und Textilindustrie ist äußerst ressourcen- und chemikalienintensiv. Sie verursacht etwa 8 bis 10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Das von der Europäischen Union finanzierte SWITCH-Asia-Projekt „Switching to Green & Fair Fashion: Advancing Sustainable Production and Consumption in Cotton & Textile Value Chains“ setzte da an. Während der vierjährigen Projektlaufzeit wurden mehr als 9.500 Baumwollbäuerinnen und -bauern sowie 700 Textilhersteller in Indien erreicht.
Das Projekt, das am 15. September 2026 nach vier Jahren endete, zeigte, dass nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion entlang der gesamten Lieferkette praktikabel, wirkungsvoll und wirtschaftlich tragfähig sein kann. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Bundesstaat Tamil Nadu. Indien ist der zweitgrößte Produzent von Textilien und Bekleidung weltweit. Rund 80 Prozent der Produktionskapazitäten des Landes liegen bei Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU), von denen viele mit begrenzten Ressourcen arbeiten und gleichzeitig steigende sowie komplexe Umwelt- und Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen müssen.
Eine gemeinsame Vision für Nachhaltigkeit
„Für Fairtrade India war es besonders wichtig, Nachhaltigkeitsziele in praktische Lösungen zu übersetzen, die für Bäuerinnen, Bauern und KKMU vor Ort funktionieren und gleichzeitig stärkere Marktanbindungen schaffen. Ich bin überzeugt, dass die im Rahmen des Projekts entwickelten Instrumente, Kenntnisse und Partnerschaften den Übergang zu einem widerstandsfähigeren, verantwortungsvolleren und nachhaltigeren Textilsektor in Indien weiterhin unterstützen werden“, so Abhishek Jani, CEO von Fairtrade India.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
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Nachhaltigere Baumwollproduktion
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Unterstützung für Textilunternehmen
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Digitale Werkzeuge für mehr Nachhaltigkeit
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Neue Marktchancen
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Bewussterer Modekonsum
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Forschung und Austausch
„In den vergangenen vier Jahren hat dieses Projekt gezeigt, was möglich ist, wenn wir Landwirtinnen und Landwirte, Hersteller, Unternehmen, Marken und andere Akteure entlang der textilen Wertschöpfungskette unter einer gemeinsamen Vision für Nachhaltigkeit zusammenbringen“, sagt Abhishek Jani.
Wirkung über das Projektende hinaus
Das Projekt hat nicht nur Tausende Menschen erreicht, sondern auch langfristige Partnerschaften, digitale Werkzeuge und praxisnahes Wissen geschaffen. Es zeigt: Nachhaltigere Textilproduktion ist nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten entlang der Lieferkette möglich. Von den Baumwollproduzent*innen über die Hersteller bis hin zu Marken und Verbraucher*innen.
Das durch Fairtrade International koordinierte Projekt wurde von Fairtrade India sowie Partners in Change (PiC), einer indischen zivilgesellschaftliche Organisation mit Schwerpunkt auf verantwortungsvollem Wirtschaften und Nachhaltigkeit, durchgeführt. Max Havelaar France und Fairtrade Deutschland leiteten die Aktivitäten zur Marktvernetzung zwischen Lieferanten in Indien und Konsument*innen in der Europäischen Union.