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Ein Leben zwischen Kokospalmen: Kamals Alltag auf Sri Lanka

Zwischen Kokospalmen, Familie und Verantwortung

Kamal Halangama (2.v.l.) mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen.

Im Westen Sri Lankas, im Distrikt Gampaha, wachsen Kokospalmen so weit das Auge reicht. Hier liegt auch die Farm von H. A. Kamal Gunasiri Hapangama. Auf rund 12 bis 13 Acres baut der 56-Jährige Bio-Kokosnüsse an – und das bereits seit vielen Jahren.

Kokosnüsse sind die wichtigste Einkommensquelle für Kamal und seine Familie. Seine Frau unterstützt ihn bei der Arbeit auf dem Hof und übernimmt zudem administrative Aufgaben für die Kapruka Society. Auch seine beiden Söhne helfen der Familie, wenn Unterstützung gebraucht wird. Der jüngere Sohn besucht noch die Schule, während der ältere inzwischen geschäftlich tätig ist.

Wissen, das weitergegeben wird

Kamal ist nicht nur Kokosbauer, sondern auch einer der Gründungsbauern der Seemasahitha Kapruka Subasadhaka Samithiya, kurz Kapruka Society. Seit 2019 steht er als Präsident an der Spitze der Organisation.

Die Gemeinschaft der Bauern spielt für ihn eine wichtige Rolle. Sein Wissen über den Bio-Kokosanbau und nachhaltige landwirtschaftliche Methoden gibt er an andere Mitglieder weiter. Gemeinsam arbeiten die Bauern daran, ihre Anbaumethoden weiterzuentwickeln und die Kokosproduktion langfristig nachhaltiger zu gestalten.

Dabei hat auch Fairtrade neue Möglichkeiten eröffnet. Durch die Kapruka Society erhielt Kamal Zugang zu Schulungen, organischem Dünger, landwirtschaftlicher Ausrüstung und hochwertigen Kokossetzlingen. Sicherheitsstiefel, Helme, lange Erntestangen und ein Freischneider erleichtern die Arbeit auf der Plantage.

Fairtrade bringt mehr als einen besseren Anbau

Für Kamal bedeutet Fairtrade nicht nur Unterstützung bei der täglichen Arbeit. Die Kapruka Society erhielt 2024 die Fairtrade-Zertifizierung. Seitdem werden die Fairtrade-Prämien gemeinsam und transparent verwaltet.

Die Mitglieder entscheiden mit, welche Investitionen für ihre Gemeinschaft besonders wichtig sind. Die Prämien fließen unter anderem in landwirtschaftliche Betriebsmittel, Ausrüstung, Schulungen und neue Kokossetzlinge. So profitieren nicht nur einzelne Höfe, sondern die gesamte Gemeinschaft.

Für Kamal ist das eine Aufgabe, die über seine eigene Farm hinausgeht. Als Präsident koordiniert er Aktivitäten, begleitet Entwicklungsprojekte und unterstützt seine Berufskollegen. Dabei hat er auch seine eigenen Führungs- und Managementfähigkeiten weiterentwickelt.

Kokoswasser mit Geschichte

Wenn aus den Kokosnüssen schließlich Produkte wie das Fairtrade-Kokoswasser von Green Coco entstehen, steckt darin mehr als ein Erfrischungsgetränk.

Hinter jeder Kokosnuss stehen Menschen wie Kamal: Bauern, die ihre Plantagen bewirtschaften, ihr Wissen weitergeben und gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung ihrer Gemeinschaft übernehmen.

Kamal blickt deshalb nicht nur auf das Erreichte zurück. Die Fairtrade-Zertifizierung und der erste gemeinsam entwickelte Fairtrade-Prämienplan sind für ihn wichtige Meilensteine – aber noch lange nicht das Ende.

„Obwohl dies ein wichtiger Meilenstein ist, glaube ich, dass dies erst der Anfang unserer Reise ist.“

Sein Wunsch für die Zukunft: weiter wachsen, weitere Möglichkeiten schaffen und noch mehr für die Bauern, ihre Familien und die Gemeinschaft erreichen.

„Das ist erst der Anfang“

Kamal ist stolz darauf, Teil dieser Entwicklung zu sein. Besonders wichtig ist ihm dabei die Unterstützung der Menschen entlang der gesamten Fairtrade-Wertschöpfungskette – auch der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Denn ihre Kaufentscheidungen schaffen Möglichkeiten für Bauern wie ihn, ihre Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und die Zukunft ihrer Gemeinschaft mitzugestalten.

Für Kamal ist die Botschaft klar: Die Kokosnuss ist nicht nur eine Frucht. Sie ist die Grundlage für den Lebensunterhalt seiner Familie und ein Stück Zukunft für eine ganze Gemeinschaft.