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Zum Schutz der Einkommen von Kakaobäuerinnen und -bauern: Fairtrade fordert gemeinsames Handeln von Politik und Wirtschaft

  • 10.04.26

Existenzsichernde Einkommen sind ein Menschenrecht

Fairtrade International warnt angesichts stark fallender Kakaopreise vor erheblichen Risiken für die Einkommen von Kakaobäuerinnen und Kakaobauern. Die aktuellen Marktschwankungen führen dazu, dass sich Preise  auf ein Niveau zubewegen, das für viele Produzent*innen und ihre Produktion nicht nachhaltig ist.

Da zahlreiche Haushalte vollständig vom Kakaoanbau abhängig sind, können sinkende Preise gravierende Auswirkungen haben – von eingeschränktem Zugang zu Lebensmitteln, Bildung und Gesundheitsversorgung bis hin zu unzureichenden Wohnverhältnissen. Bereits erzielte Fortschritte bei der Verbesserung der Einkommen stehen damit auf dem Spiel.

Fairtrade fordert daher ein koordiniertes Vorgehen von Regierungen, Handel, Schokoladenherstellern und Einzelhandel. Unternehmen sollten gemeinsam mit staatlichen Akteuren langfristige Partnerschaften mit Kooperativen eingehen und sich zu stabilen, existenzsichernden Preisen verpflichten – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen. Nachhaltigkeitsprogramme müssen das Menschenrecht auf ein existenzsicherndes Einkommen konsequent anerkennen und entsprechend ausgestaltet werden.

„Es gibt einen gerechteren Weg, Handel zu gestalten – einen, der sich nicht allein am Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage orientiert“, so Fairtrade International. Erste Unternehmen gehen diesen Weg bereits, doch es braucht noch mehr Engagement entlang der gesamten Lieferkette.

Fairtrade appelliert zudem an alle Marktakteure, mindestens den Fairtrade-Mindestpreis als Sicherheitsnetz sowie die Fairtrade-Prämie zur Förderung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Projekte sicherzustellen. Positiv hervorzuheben ist die wachsende Zahl an Partnerschaften im Rahmen des Fairtrade Living Income Programmes „Grow Further“.

Mehr Informationen zum Programm Grow Further.