Menschenrechte sind unverhandelbar
Wer sich für Menschenrechte einsetzt, gerät zunehmend unter Druck – weltweit. Darauf macht Fairtrade zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember aufmerksam.
Am 10. Dezember ist der internationale Tag der Menschenrechte. Gemeinsam mit Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und dem Dachverband VENRO erinnern wir heute unter #MenschenrechteSindUnverhandelbar daran, wie gefährlich der Einsatz für Menschenrechte vielerorts ist. Wer Menschenrechte verteidigt, Missstände benennt, marginalisierte Gruppen unterstützt oder Umwelt und Lebensgrundlagen schützt, muss häufig Angst um die eigene Sicherheit haben. Laut der Organisation Front Line Defenders wurden im vergangenen Jahr mindestens 324 Menschen beim Einsatz für Menschenrechte getötet. Viele der Opfer stammen aus indigenen Gemeinschaften oder bäuerlichen Bewegungen, die sich für den Schutz ihrer Territorien und Ressourcen einsetzen. Einschüchterung, Kriminalisierung und Gewalt gegen Aktivist*innen sind globale Realität.
Wer Menschenrechte schützt, braucht selbst Schutz
Die Zahlen zeigen eindringlich: Wer Menschenrechte schützt, braucht selber Schutz. Zum einen, weil zivilgesellschaftliche Räume weltweit schrumpfen, zum anderen, weil autoritäre Tendenzen immer weiter zunehmen. Aus diesem Grund ist es wichtiger denn je, Menschenrechte und ihre Verfechter*innen zu schützen. Wie? Zum Beispiel, indem man auf Missstände aufmerksam macht oder zu Produkten greift, die nach Kriterien angebaut und hergestellt werden, deren Ziel es ist, Menschenrechte zu schützen.
„Fairtrade-Produkte schützen Menschenrechte“
„Wer ein Fairtrade-Produkt kauft, setzt sich damit indirekt für den Schutz von Menschenrechten ein“, erklärt Claudia Brück, Vorständin für Politik und Kommunikation bei Fairtrade Deutschland. „Fairtrade hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen eine Stimme zu geben, die sonst ungehört bleiben“, so Brück. Laut Fairtrade-Standard ist der Schutz vor Diskriminierung und Ausbeutung – wichtige Bestandteile der UN-Erklärung für Menschenrechte – nicht verhandelbar. Auch Versammlungsfreiheit (Artikel 20 der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte) ist ein wichtiger Grundsatz bei Fairtrade. Fairtrade setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass Produzent*innen einen existenzsichernden Lohn oder ein existenzsicherndes Einkommen erhalten – ebenfalls Bestandteile der Allgemeinen Erklärung für Menschenrechte (Artikel 23 und 25).