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Fairtrade Deutschland stellt Strategie 2026–2028 vor: Vier Ziele für mehr globale Gerechtigkeit

  • 23.01.26

Fairtrade Deutschland hat seine neue Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 verabschiedet. Sie baut auf der Vision und Mission der Fairtrade-Bewegung auf und ist eng mit der globalen Strategie der Dachorganisation Fairtrade International verzahnt.

Mit vier klar definierten Zielen setzt Fairtrade Deutschland Schwerpunkte für seine Arbeit in den kommenden Jahren und richtet seinen strategischen Fokus konsequent auf Wirkung, Stabilität und gesellschaftlichen Wandel. „Fairtrade arbeitet strategisch und zielorientiert daran, die Lebens und Arbeitsbedingungen in den Anbauländern zu verbessern“, erläutert Claudia Brück, Vorständin Kommunikation und Politik bei Fairtrade Deutschland. „Das Umfeld, in dem wir arbeiten ist dynamisch, daher überprüfen wir regelmäßig unsere Strategie und setzen uns klare Ziele für die kommenden Jahre.“

Vision und Mission als strategische Grundlage

Die Strategie basiert auf der gemeinsamen Vision der Fairtrade-Bewegung: Eine Welt, in der alle Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden ein sicheres und gutes Leben führen, ihr Potenzial ausschöpfen und selbstbestimmt über ihre Zukunft entscheiden können.

Die Mission von Fairtrade ist es, Produzent*innen und Konsument*innen zu verbinden und Menschen in den Anbauländern dabei zu unterstützen, Armut aus eigener Kraft zu überwinden, ihre Stellung zu stärken und ihr Leben selbst zu bestimmen.

Ziel 1: Wirkung für benachteiligte Produzentenorganisationen erhöhen

Im Mittelpunkt der Arbeit von Fairtrade stehen Produzentengruppen und lohnabhängig Beschäftigte im globalen Süden, die aufgrund historischer und struktureller Ungleichheiten besonders benachteiligt sind. Fairtrade verbessert ihre Handelsbedingungen, stärkt ihre Rechte und Mitwirkungsmöglichkeiten im internationalen Handel und eröffnet ihnen langfristige, selbstbestimmte Perspektiven.

Fairtrade Deutschland arbeitet gezielt daran, die Absätze von Fairtrade-zertifizierten Produkten zu steigern. Höhere und stabilere Absätze führen zu besseren Einkommen für Kooperativen und kleinbäuerliche Mitglieder sowie zu höheren Löhnen auf Plantagen. Ergänzend werden Projekte und Programme in den Anbauländern durch institutionelle Fördermittel unterstützt. Ein positives politisches Umfeld, engagierte Mitgliedsorganisationen und eine aktive Zivilgesellschaft tragen maßgeblich zur Wirkung bei.

Ziel 2: Einnahmen zur Weiterentwicklung des Fairtrade-Systems sichern

Die Einnahmen aus den Geschäftsaktivitäten von Fairtrade Deutschland bilden die finanzielle Grundlage für die Arbeit der Organisation und tragen gleichzeitig zur Stabilität und Weiterentwicklung des internationalen Fairtrade-Systems bei. Neben den zentralen Lizenzeinnahmen aus dem Verkauf Fairtrade-zertifizierter Produkte setzt Fairtrade Deutschland auf zusätzliche Geschäftsfelder, Fördermittel sowie Kooperationen mit Partnern in gemeinsamen Projekten und Programmen.

In einem dynamischen Umfeld verbindet die Strategie wirtschaftliche Stabilität mit gezielter Weiterentwicklung durch Priorisierung, Professionalisierung und den Ausbau von Angeboten.

Ziel 3: Fairen Handel in Gesellschaft und Politik stärken

Fairtrade versteht sich als starke Stimme für Menschenrechte in globalen Lieferketten. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteuren setzt sich Fairtrade dafür ein, dass existenzsichernde Einkommen und Löhne sowie faire Handelspraktiken als unverzichtbare Grundlagen für Menschenrechte und Umweltschutz anerkannt werden.

Durch Dialogformate, Kampagnen und Partnerschaften positioniert Fairtrade den fairen Handel als wirksame Strategie zur Reduzierung globaler Ungleichheiten und zur Förderung nachhaltiger Entwicklung. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ansprache und Einbindung junger Menschen.

Ziel 4: Ein starkes „World Changing“-Team bei Fairtrade Deutschland

Die Mitarbeitenden von Fairtrade Deutschland sind zentral für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie. Als lernende, wertebasierte Organisation fördert Fairtrade eine Arbeitskultur, die von Vertrauen, Wertschätzung und Verantwortung geprägt ist. Ziel ist es, ein motivierendes Arbeitsumfeld zu schaffen, das Entwicklung ermöglicht, langfristige Bindung fördert und für neue Kolleg*innen attraktiv ist.

Fairtrade Deutschland verpflichtet sich zu ökologisch und sozial nachhaltigem Handeln, zu verantwortungsvollem Umgang mit finanziellen Ressourcen sowie zur Einhaltung aller relevanten gesetzlichen und internen Regelungen. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des globalen Fairtrade-Systems ist dabei essenziell.

Strategie als Kompass für die kommenden Jahre

Mit der Strategie 2026–2028 setzt Fairtrade Deutschland einen klaren Rahmen für seine Arbeit in den kommenden Jahren. Sie dient als Orientierung für alle Arbeitsbereiche und stärkt die Rolle von Fairtrade als Treiber für fairen Handel, globale Gerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung.