Fairtrade Deutschland betreut Märkte in Zentral- und Osteuropa
Fairtrade Deutschland übernimmt ab Januar 2026 die Betreuung von Fairtrade-Märkten in Zentral- und Osteuropa.
- Lizenzierung und Partnerbetreuung von 23 Ländern bei Fairtrade Deutschland gebündelt
- Ausbau der Marktaktivitäten in Zentral- und Osteuropa
- Erweiterung der Absatzmöglichkeiten für Produzentenorganisationen
Köln, 21.01.2026
Fairtrade Deutschland übernimmt seit Januar 2026 das Lizenzgeschäft für 23 Länder in Zentral- und Osteuropa.
Bislang wurden die Partner in diesen 23 Ländern von Fairtrade International reaktiv betreut. Ziel der Übergabe an Fairtrade Deutschland ist es, das Wachstumspotenzial für Fairtrade in diesen Märkten systematisch zu erschließen und zudem Synergien zu schaffen, was die Lizensierung und Partner-Betreuung betrifft.
“Die Übergabe an Fairtrade Deutschland bündelt Ressourcen. Beispielsweise können so international agierenden Partner durch ein zentrales Lizenzteam effizient betreut werden”, erklärt Benjamin Drösel, Vorstand für Marketing und Vertrieb bei Fairtrade Deutschland. “Für die Produzentenorganisationen werden neue Absatzmärkte erschlossen und das Wachstumspotential für Fairtrade-Produkte in bisher unbetreuten Märkten gefördert.”
Neue Märkte und Abnehmerstrukturen für Fairtrade-Produzentenorganisationen
Durch die Transition werden neue Märkte erschlossen, bestehende Partnerschaften verstärkt und die Abnehmerstruktur diversifiziert. Für Produzentenorganisationen heißt das, sie haben neue und mehr Möglichkeiten, ihre Rohstoffe unter Fairtrade-Bedingungen zu verkaufen und damit ihre Einkommenssituation zu verbessern.
Höhere Fairtrade-Verkäufe bedeuten außerdem höhere Prämien-Einnahmen und damit mehr finanzielle Möglichkeiten zur Umsetzung von Projekten und Investitionen in die Entwicklung der Kooperativen und Communities. Die Fairtrade-Prämie ist ein finanzieller Aufschlag, den die Produzentenorganisationen zusätzlich zum Verkaufspreis ihrer Rosthoffe erhalten.
Generalversammlung stimmt Transition an Fairtrade Deutschland zu
Fairtrade International hatte angestoßen, die Betreuung der 23 Länder an eine Nationale Fairtrade Organisation zu übergeben. Nachdem sich Fairtrade Deutschland grundsätzlich bereit erklärt hatte, die Lizensierung und Betreuung übernehmen zu können, wurde dies von der Generalversammlung im Juni 2025 verabschiedet. „Der Schwerpunkt der Arbeit von Fairtrade International liegt auf den Standards, deren Entwicklung, Aktualisierung und Erweiterung”, so Drösel. „Die Betreuung der Märkte ist Kernaufgabe der Nationalen Fairtrade Organisationen. Durch die Übergabe der Betreuungsaufgabe der 23 Märkte in Zentral- und Osteuropa an Fairtrade Deutschland werden Kapazitäten bei Fairtrade International frei.”
23 Länder in Zentral- und Osteuropa
Folgende Länder werden ab Januar 2026 von Fairtrade Deutschland betreut (A-Z): Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Bosnien & Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Malta, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Zypern.
Polen, Slowakei und Tschechien sind bereits Fairtrade Marketing-Organisationen, die selbstständig für Aktivitäten, Sichtbarkeit und Kampagnen wie die Fairtrade Towns zuständig sind, jedoch nicht für die Lizensierung von Produkten.