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Vom Ursprung bis ins Regal: Warum Transparenz Vertrauen schafft

  • 16.06.26

Daten und digitale Lösungen sorgen für deutliche Verbesserungen - in den Konsumländern als auch im Globalen Süden.

Unternehmen müssen heute mehr wissen als je zuvor. Woher stammen Rohstoffe? Welche Risiken gibt es entlang der Lieferkette? Und wie lassen sich Nachhaltigkeitsleistungen glaubwürdig belegen? Transparenz wird damit zur Grundlage vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen. Sie schafft Sicherheit für Unternehmen, stärkt die Glaubwürdigkeit gegenüber Konsument:innen und hilft bei der Umsetzung neuer gesetzlicher Anforderungen.

Transparenz wird zum Erfolgsfaktor
Nachhaltige Lieferketten beginnen mit verlässlichen Informationen. Unternehmen müssen zunehmend nachvollziehen können, wo Rohstoffe angebaut wurden, welche Akteure entlang der Lieferkette beteiligt sind und welche Risiken bestehen. Transparenz bedeutet dabei mehr als Dokumentation. Sie schafft die Grundlage für Risikomanagement, Compliance und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation. Gleichzeitig hilft sie Unternehmen dabei, Anforderungen im Bereich Menschenrechte, Umwelt und Sorgfaltspflichten effizient umzusetzen. Mehr dazu, wie FAIRTRADE Unternehmen bei der Umsetzung von Sorgfaltspflichten unterstützt, findest du hier.

Daten schaffen Vertrauen
Transparenz braucht belastbare Daten. Deshalb gewinnen digitale Lösungen entlang globaler Lieferketten an Bedeutung. Moderne Systeme ermöglichen es, Informationen sicher zu erfassen, auszuwerten und mit Geschäftspartnern zu teilen. So entstehen belastbare Entscheidungsgrundlagen und glaubwürdige Informationen für Unternehmen, Behörden und Konsument:innen. Für FAIRTRADE ist Transparenz seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Lieferketten. Die FAIRTRADE-Standards schaffen klare soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen. Unabhängige Kontrollen durch FLOCERT überprüfen regelmäßig deren Einhaltung. Digitale Lösungen ergänzen diese Standards und helfen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen sowie Daten effizient nutzbar zu machen. So unterstützt FAIRTRADE Unternehmen dabei, verantwortungsvollere und transparentere Lieferketten aufzubauen.

Transparenz verbindet Menschen, Daten und Verantwortung
Nachhaltige Lieferketten entstehen dort, wo Standards, Daten und Zusammenarbeit zusammenkommen. Transparenz macht sichtbar, was entlang der Lieferkette passiert. Sie unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung neuer Anforderungen und schafft Vertrauen in einer zunehmend komplexen Handelswelt. FAIRTRADE entwickelt deshalb laufend neue Lösungen für Transparenz, Risikomanagement und Datennutzung. Denn glaubwürdige Lieferketten beginnen mit nachvollziehbaren Informationen – vom Ursprung bis ins Regal. Dabei stehen die Menschen im Anbau stets im Mittelpunkt. FAIRTRADE verbindet Transparenz mit sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards und arbeitet gemeinsam mit Bauernfamilien, Beschäftigten, Unternehmen und Handelspartnern an einer nachhaltigeren Zukunft.

Neues Tool verschafft FAIRTRADE-Partnern EUDR-Vorsprung
Wie digitale Transparenz konkret aussehen kann, zeigt das neue System Plot Insights von Fairtrade International. Die Plattform unterstützt Kaffee- und Kakaokooperativen dabei, Geodaten zu verwalten, auszuwerten und sicher mit Handelspartnern zu teilen. Gleichzeitig bleiben die Daten in der Kontrolle der Kooperativen. Plot Insights hilft dabei, die Qualität von Daten zu überprüfen, Risiken im Zusammenhang mit Entwaldung sichtbar zu machen und Informationen für Sorgfaltsprüfungen bereitzustellen. Damit werden neue regulatorische Anforderungen einfacher umsetzbar. Ab Herbst können relevante Daten auch über Fairtrace, die FAIRTRADE-Plattform für Verkaufstransaktionen, mit Exporteuren und Importeuren geteilt werden. Mehr zur Einführung von Plot Insights liest du hier.

Hintergrund: Was ist die EUDR?
Die EU-Verordnung gegen Entwaldung (European Union Deforestation Regulation, EUDR) soll verhindern, dass Produkte aus entwaldeten Flächen auf den europäischen Markt gelangen. Unternehmen müssen dafür nachweisen können, wo bestimmte Rohstoffe angebaut wurden.
Dazu gehören unter anderem Geodaten der Anbauflächen sowie eine Risikobewertung entlang der Lieferkette. Die Verordnung gilt für mehrere Rohstoffe, darunter Kaffee, Kakao, Holz, Kautschuk, Soja, Rindfleisch und Palmöl.
Die EUDR tritt ab 30. Dezember 2026 in Kraft. Für kleine und Kleinstunternehmen gelten längere Übergangsfristen.

Weiterführende Infos: 
EU-Richtlinien und -Vorgaben: der FAIRTRADE Beitrag zu fairen Lieferketten