EU-Richtlinien und -Vorgaben: der FAIRTRADE Beitrag zu fairen Lieferketten
In den letzten Jahren hat die Europäische Union eine Reihe neuer Regelungen auf den Weg gebracht, die globale Lieferketten nachhaltiger, transparenter und gerechter machen sollen. Dazu gehören unter anderem Vorgaben zu Menschenrechten, Umweltstandards, Sorgfaltspflichten von Unternehmen und entwaldungsfreien Lieferketten.
Für FAIRTRADE sind diese Entwicklungen von großer Bedeutung. Viele der Ziele der EU-Regulierungen – etwa faire Arbeitsbedingungen, Umweltschutz, Transparenz in Lieferketten und verantwortungsvolle Unternehmensführung – sind seit Jahrzehnten Kernbestandteile des FAIRTRADE-Systems. Die neuen gesetzlichen Anforderungen bringen daher sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich: Einerseits wird nachhaltiger Handel stärker gesetzlich verankert, andererseits müssen bestehende Systeme und Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt werden, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Warum wir uns damit beschäftigen
Als nationale Organisation im FAIRTRADE-System verfolgen wir die regulatorischen Entwicklungen auf EU-Ebene daher sehr genau. Neue Gesetze können Auswirkungen auf Produzentenorganisationen, Konsument:innen, Unternehmen, Zertifizierungssysteme und Handelsstrukturen haben. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Perspektiven von FAIRTRADE-Kooperativen und -Farmen in diesen politischen Prozessen berücksichtigt werden.
Darüber hinaus möchten wir dazu beitragen, dass neue Regelungen wirksam, praktikabel und fair umgesetzt werden – sowohl für Unternehmen als auch für die Bauernfamilien und Beschäftigten im Globalen Süden.
Unser Beitrag
Wir bringen unsere Erfahrung aus der Realität fairer globaler Lieferketten aktiv in gesellschaftspolitische und fachliche Diskussionen ein. Dazu gehört unter anderem:
- Analyse und Einordnung neuer EU-Regulierungen und deren Auswirkungen auf FAIRTRADE-Lieferketten
- Dialog mit Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft
- Vernetzung innerhalb des weltweiten FAIRTRADE-Systems, um gemeinsame Positionen zu entwickeln
- Unterstützung unserer Partner:innen entlang der gesamten FAIRTRADE-Lieferkette
- Information und Sensibilisierung von Konsument:innen
Welche EU-Initiativen sind für FAIRTRADE relevant?
Viele der in Folge angeführten EU-Verordnungen und -Richtlinien wurden im Rahmen des Europäischen Grünen Deals ins Leben gerufen, der die Europäische Union bis 2050 klimaneutral machen soll, wobei der Schwerpunkt auf der Landwirtschaft und anderen Sektoren liegt. Wir arbeiten mit anderen in diesen Bereichen tätigen Organisationen zusammen, um uns gemeinsam für eine Umwandlung des EU-Green Deals in einen Global Green Deal einzusetzen. Dieser muss den Zusammenhang zwischen den Marktanforderungen in der EU und den Produktionspraktiken außerhalb der EU voll und ganz anerkennen – einschließlich einer Umweltpolitik, die in der Realität der Landwirte verankert ist, sowie einer Strategie für einen gerechten Übergang zur Einhaltung der Vorschriften, die eine langfristige Finanzierung umfasst.
EUDR - European Union Deforestation Regulation (EU-Entwaldungsverordnung)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
CSDDD - Corporate Sustainability Due Diligence Directive (EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
CSRD - Corporate Sustainability Reporting Directive (EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
Organic Regulation (EU-Öko-Verordnung)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
EmpCo-Empowering Consumers Directive (EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel) and GCD-Green Claims Directive (EU-Richtlinie über Umweltaussagen)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
FLR - European Union Forced Labour Regulation (EU-Verordnung zum Verbot von mit Zwangsarbeit hergestellten Produkten auf dem Unionsmarkt)
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Worum es geht
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Chancen
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Herausforderungen
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Der FAIRTRADE-Beitrag
Risk Map für einzelne Länder
FAIRTRADE hat eine Risikokarte entwickelt, die Unternehmen und Produzentenorganisationen dabei unterstützt, ihre Menschenrechts- und Umweltrisiken zu bewerten. Wir fordern die Zusammenarbeit zwischen Importeuren, Lieferanten, Regierungen und der Zivilgesellschaft, um die Risiken und Ursachen zu bekämpfen.
Schau mal rein!