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FAIRTRADE-Programm erreicht 5.000 Kinder in Westafrika

  • 26.08.26
  • Transparenz & Daten

Der neue Jahresbericht zum FAIRTRADE-Programm gegen ausbeuterische Kinderarbeit zeigt: Zwölf Kakaokooperativen in Westafrika setzen eigene Projekte um. Der Nachwuchs profitiert bereits von besseren Schulen, Betreuung und Infrastruktur.

Living Income Project  Côte d'Ivoire - Bild: Mohamed Aly Diabaté/Fairtrade InternationalFairpicture
Living Income Project  Côte d'Ivoire - Bild: Mohamed Aly Diabaté/Fairtrade InternationalFairpicture

Ausbeuterische Kinderarbeit ist im Kakaoanbau weiterhin ein großes Thema. Besonders wichtig sind deshalb Maßnahmen, die direkt bei den Ursachen ansetzen: bessere Einkommensmöglichkeiten für Familien, Zugang zu Bildung und sichere Betreuung für Kinder.

Der jetzt veröffentlichte dritte Jahresbericht zieht Bilanz über die vergangenen drei Jahre. Seit 2023 flossen mehr als 300.000 Euro in den Schutz der Kinderrechte.

Kooperativen entwickeln eigene Lösungen

Die Kooperativen entscheiden selbst, welche Maßnahmen vor Ort gebraucht werden. Viele Projekte verbessern die Bedingungen an Schulen. Dazu zählen neue Klassenräume, Schulkantinen, Toiletten und Handwaschstationen.

Ein Beispiel ist die Kooperative DAVO COOP CA in Côte d’Ivoire. Sie errichtete drei neue Klassenräume für mehr als 290 Kinder. Zuvor war die Schule zu klein und bei Regen nicht ausreichend geschützt.

Auch die Kooperative SCOOPS-EDIFIE-DOUKOUYA wurde aktiv. Sie baute einen Kindergarten für 80 Kinder. Eltern können dadurch zur Arbeit gehen, während ihre Kinder gut betreut sind.

FAIRTRADE setzt auf Prävention

Die FAIRTRADE-Standards verbieten ausbeuterische Kinderarbeit. Gleichzeitig stärken der FAIRTRADE-Mindestpreis und die zusätzliche FAIRTRADE-Prämie die wirtschaftliche Grundlage der Kooperativen. Seit 2022 verpflichtet der FAIRTRADE-Standard für Kakao Kooperativen außerdem verstärkt dazu, Risiken zu erkennen und Maßnahmen umzusetzen. Auch Händler müssen einen Beitrag leisten.

Das Programm zeigt, wie wichtig Lösungen sind, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort entstehen. 2026 wird es unabhängig evaluiert. Die Ergebnisse sollen Anfang 2027 veröffentlicht werden.

 

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