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„Menschenwürdige Arbeit kennt keine Grenzen“ – im Gespräch mit der Diakonie

  • 05.05.26

Roberta Rastl engagiert sich sowohl in der Diakonie als auch im Vorstand von FAIRTRADE Österreich für menschenwürdige Arbeit, faire Chancen und nachhaltiges Wirtschaften. Im Gespräch erklärt sie, wie globale Solidarität konkret gelebt werden kann.

Warum habt ihr euch für FAIRTRADE-Kaffee in euren Kaffeepausen entschieden? 

Ich arbeite im Büro der Diakonie Österreich, und wir haben in unserem Büro den Entschluss gefasst, nur mehr FAIRTRADE Kaffee zu trinken, weil wir es wichtig finden, dass wir bei unseren Konsumentscheidungen auf soziale Standards und umweltschonendere Produktion achten. 

Außerdem stehen wir mit unserer Arbeit in der Diakonie dafür ein, dass ein gutes Leben für alle Menschen möglich wird. Um das zu erreichen, dürfen wir globale Ungerechtigkeit nicht ignorieren.

Super finden wir auch, dass mit den Prämien, die FAIRTRADE an die Kaffee-Produzent:innen zahlt, Projekte wie Schulen, Gesundheitsversorgung oder bessere Anbaumethoden gefördert werden.

Was motiviert die Diakonie, sich bei FAIRTRADE zu engagieren? 

Diakonie und FAIRTRADE passen gut zusammen, denn: Beide verfolgen das Ziel, Menschen zu empowern, ihnen Perspektiven zu geben und Strukturen zu stärken, die ein würdiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Der Diakonie ist es wichtig, Menschen zu stärken und sie darin zu unterstützen, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Genau hier knüpft auch der FAIRTRADE-Gedanke an: es geht darum, dass Produzentinnen und Produzenten faire Bedingungen erhalten, von ihrer Arbeit leben können und mehr Gestaltungsspielraum für ihre eigene Zukunft bekommen. Es geht uns beiden beim Kaffee also um mehr: um Teilhabe, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung.

Welche nächsten Schritte sind bei euch geplant? 

Wir werden demnächst das Jahrestreffen des europäischen Diakonie-Netzwerks in Wien hosten, und haben uns vorgenommen, bei unseren Kolleg:innen aus vielen europäischen Ländern Bewusstsein für das Thema fairer Handel zu schaffen.

Dafür konnten wir FAIRTRADE für eine Kooperation gewinnen: Wir werden an beiden Konferenztagen einen Infostand mit Produkt-Verkostung im Konferenz-Saal haben. Ziel der Aktion ist, dass unsere Gäste beim Einkauf der österreichischen Mitbringsel für ihre Familie darüber nachdenken, ob sie dann die Mozartkugeln mit dem FAIRTRADE Siegel kaufen, oder jene ohne. Und wir wollen ihnen auch die Möglichkeiten aufzeigen, andere Produkte in Österreich nach dem Kriterium des Fairen Handels auszuwählen.