FAIRTRADE-Baumwolle: Ökologische Vorteile bei solider wirtschaftlicher Performance
Eine neue Umweltstudie zu Baumwolle in Indien zeigt: Die FAIRTRADE- und Bio-zertifizierte Baumwollproduktion bietet ökologische Vorteile, insbesondere in Bezug auf die Klimawirkung.
FAIRTRADE-zertifizierte Bio-Baumwolle ist besser für die Umwelt als konventionelle Baumwolle. Dies ging bereits aus einer im Jahr 2024 veröffentlichten Studie hervor. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurden nun zentrale Umwelt- und Wirtschaftsindikatoren im Baumwollanbau untersucht und analysiert. Und das ist sehr relevant, denn: weltweit gibt es mehr als 40.000 FAIRTRADE-Bäuer:innen, die Baumwolle anbauen, der Großteil davon in Indien.
Ergebnisse der neuen Analyse
Die Ergebnisse der neuen Studie zeigen: Die FAIRTRADE- und Bio-zertifizierte Baumwollproduktion bietet ökologische Vorteile. Gleichzeitig trägt die Kombination aus stabilen Erträgen und effizientem Ressourceneinsatz insbesondere bei FAIRTRADE-Bio-Betrieben zu einer soliden wirtschaftlichen Performance bei.
Die Untersuchung der Treibhausgase hat ergeben: FAIRTRADE- und Bio-zertifizierte Baumwolle weist eine Emissionsintensität von 0,76 kg CO₂e/kg auf, konventionell angebaute Baumwolle hingegen 1,1 kg CO₂e/kg. FAIRTRADE- und Bio-zertifizierte Farmen weisen damit eine klar bessere Klimabilanz auf.
Schutz gegen Wasserverschwendung und Entwaldung
Auch hinsichtlich der Wasserproduktivität gibt es leichte Vorteile für FAIRTRADE- und Bio-zertifizierte Farmen. Dieser Effekt ist durch stabilere Erträge und effizientere Bewässerungsmethoden (im Vergleich mit konventionellem Anbau) erklärbar. Die Daten zeigen zudem, dass durch Bio- und FAIRTRADE-Zertifizierung die Gefahr von Entwaldung reduziert wird. Bei den in der aktuellen Studie untersuchten Farmen wurde zwischen 2001 und 2023 keine Entwaldung festgestellt.
Diese Baumwoll-Studie zeigt eindrücklich, dass FAIRTRADE und Bio nicht nur gut für die Menschen, sondern in den Herkunftsregionen auch dem Schutz der Umwelt dient.