Caritas-Kaffee: fairer Genuss mit sozialer Wirkung
Nachhaltigkeit, sozialer Mehrwert und Upcycling vereinen sich im Caritas-Kaffee zu einem ganzheitlichen Projekt mit Wirkung. Seit September 2020 setzt die Caritas in Österreich auf fair gehandelten und biologisch zertifizierten Kaffee und zeigt damit, wie verantwortungsvolle Beschaffung konkret aussehen kann. Nach einer erfolgreichen ersten Phase wurde der Caritas Kaffee ab März 2026 neu aufgelegt.
Das Rezept dafür bleibt altbewährt: FAIRTRADE-zertifiziert, aus kontrolliert biologischem Anbau und aluminiumfrei verpackt.
Faire Bedingungen für Kaffeebäuerinnen und -bauern
Mit den Einnahmen aus konventionellem Kaffee können viele Kaffeebauernfamilien oft nicht einmal ihre Produktionskosten decken. FAIRTRADE sorgt dafür, dass die Menschen in den Ursprungsländern höhere Einkommen erzielen und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern können. Jede bewusste Kaufentscheidung trägt dazu bei, faire Handelsbedingungen zu stärken.
„Wir glauben, dass Kaffee nicht nur gut schmecken, sondern auch mit gutem Gewissen getrunken werden sollte. Mit dem Caritas-Kaffee unterstützen wir gezielt Kleinbauern und ihre Familien – für mehr Stabilität und Zukunftsperspektiven, besonders in Zeiten der Krise“, erklärt Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.
Upcycling mit sozialem Mehrwert
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist das kreative Upcycling der Verpackungen. Die leeren Kaffeeverpackungen werden in Arbeitsmarktintegrationsprojekten der Caritas, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen sowie gemeinsam mit der langjährigen Kooperationspartnerin Anne Hermine zu Taschen und Accessoires verarbeitet. Dadurch erhalten die Verpackungen ein zweites Leben und es werden gleichzeitig Beschäftigungs- und Teilhabemöglichkeiten geschaffen.
Gemeinsam für Nachhaltigkeit
Der Erfolg des Projekts basiert auf starken Partnerschaften: Gemeinsam mit J. Hornig, und FAIRTRADE verbindet die Caritas hochwertige Kaffeequalität mit fairen Arbeitsbedingungen und Klimaschutz. Die Caritas verfolgt österreichweit das Ziel, auf Bio- und Fairtrade-Kaffee umzustellen. Eine Herausforderung besteht derzeit noch beim Angebot von koffeinfreiem Kaffee.
Die Zahlen einer Erfolgsgeschichte
Auf dem Gebiet der Erzdiözese Wien wurden 2025 insgesamt 20.458,5 Kilogramm Bio-FAIRTRADE-Kaffee in den Einrichtungen der Caritas getrunken, was bereits 93 Prozent des gesamten Kaffeeverbrauchs entspricht. Der verbleibende Anteil betrifft vor allem koffeinfreien Kaffee.
Über die gesamte Caritas hinweg liegt der Anteil an Bio-FAIRTRADE-Kaffee bereits bei 77 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2025 rund 31.169 Kilogramm Bio-FAIRTRADE-Kaffee (gemahlen und ganze Bohne) bezogen.
Mit dem Caritas-Kaffee zeigt die Organisation eindrucksvoll, wie nachhaltige Beschaffung, soziale Verantwortung und Klimaschutz erfolgreich miteinander verbunden werden können – und wie jede Tasse Kaffee einen positiven Unterschied macht.