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Gemeinsam mehr erreichen: Nespresso und ASOPEP in Kolumbien

  • 02.07.26

Aus Tolima in Kolumbien kommt hochwertiger Bio-Kaffee mit klarer Wirkung: Die Fairtrade-zertifizierte Kooperative ASOPEP stärkt Kleinbäuer:innen, schafft lokale Wertschöpfung und liefert Kaffee für Nespresso Professional. Die Zusammenarbeit zeigt, wie verantwortungsvolle Beschaffung langfristige Perspektiven vor Ort schaffen kann.

Arbeiterin in glücklich mit Fairtrade Bananen
Arbeiterin in glücklich mit Fairtrade Bananen

Hoch oben in den grünen Bergen von Tolima im Südwesten Kolumbiens liegt die Gemeinde Planadas. Die Region war lange von politischer Unsicherheit geprägt und steht heute für hochwertigen Bio-Kaffee und gelebte Selbstbestimmung. Hier arbeitet die Kooperative Asociacion de Productores Ecologicos de Planadas (ASOPEP), seit 2015 Fairtrade-zertifiziert. 182 Kleinbäuer:innen haben sich zusammengeschlossen, um ihren Kaffee eigenständig zu vermarkten, ihre Region zu stärken und neue Perspektiven für kommende Generationen zu schaffen.

Mit der Einführung des Fairtrade-zertifizierten B2B-Pads Colombia Organic für Nespresso Professional Maschinen bezieht Nespresso gezielt Kaffee von ASOPEP. Diese Zusammenarbeit zeigt, wie Unternehmen und Fairtrade gemeinsam konkrete Wirkung entlang der Lieferkette entfalten können. 

Qualität als gemeinsamer Anspruch

ASOPEP bewirtschaftet 880 Hektar Anbaufläche und kultiviert verschiedene Arabica-Varietäten wie Caturro, Castillo oder Geisha auf Höhenlagen zwischen 1350 und 2200 Metern. Die Kaffeekirschen werden von Hand gepflückt, sorgfältig gewaschen, fermentiert und bis zu 40 Tage getrocknet. 

Dank der Fairtrade-Prämie konnte die Kooperative ein eigenes technisches Team aufbauen. Kaffee-Inspektor:innen begleiten die Kleinbäuer:innen, analysieren die Qualität und beraten zu Anbau und Verarbeitung. Neue Aufbereitungsanlagen wurden gebaut, bestehende modernisiert. Ein Labor vor Ort ermöglicht standardisierte Qualitätskontrollen.

Für Nespresso bedeutet das transparente Rückverfolgbarkeit und klar definierte Qualitätsanforderungen. Für die Kleinbäuer:innen bedeutet es stabilere Handelsbeziehungen, zusätzliche Mittel aus der Fairtrade-Prämie und die Möglichkeit, kontinuierlich in ihre Betriebe zu investieren. 

Investitionen in Infrastruktur und Wertschöpfung

Ein Teil der Fairtrade-Prämie floss in den Aufbau eines gemeinsamen Verarbeitungs- und Logistikzentrums. Dort werden neben Kaffee auch andere landwirtschaftliche Produkte wie Kakao verarbeitet und unter eigener Marke vermarktet. Zusätzliche Labore, Lagerhäuser und eine Bio-Fabrik zur Herstellung organischer Dünger stärken die Unabhängigkeit der Kooperative. 

Diese Infrastruktur schafft Arbeitsplätze, erhöht die lokale Wertschöpfung und trägt dazu bei, Einkommen breiter abzusichern. In Zusammenarbeit mit einem internationalen Unternehmen wie Nespresso werden so langfristige Investitionen möglich.

Frauen stärken, Jugend fördern 

Soziale Wirkung ist ein zentraler Bestandteil von Fairtrade. Mit Mitteln aus der Fairtrade-Prämie wurde ein lokales Frauenkomitee gegründet. 154 Frauen engagieren sich in Projekten wie Kunsthandwerk, Hühnerzucht, Hausgärten oder dem Anbau von Heilpflanzen. Das stärkt Einkommen, unternehmerische Eigenständigkeit und Mitbestimmung.

2015 gründete ASOPEP zudem die Kaffeeschule «Construyendo Futuro». Dort lernen Jugendliche sensorische Analyse, Cupping und Barista-Techniken. Gleichzeitig entwickeln sie audiovisuelle und technische Projekte und bringen sich aktiv in die Weiterentwicklung der Kooperative ein. 

Umweltschutz als gemeinsame Verantwortung

Mehr als 25’000 einheimische Bäume hat ASOPEP gepflanzt, um Biodiversität zu fördern und den Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen. Ein Wasseraufbereitungssystem reduziert die Umweltbelastung bei der Kaffeeaufbereitung. Schulungen zur Artenvielfalt sensibilisieren die Mitglieder für bedrohte Tierarten in der Region. 

Bio-Anbau, Fairtrade-Standards und die Zusammenarbeit mit Nespresso greifen ineinander. Ökologische Verantwortung wird so zu einer gemeinsamen Aufgabe entlang der gesamten Lieferkette.