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Fairtrade baut Einsatz für existenzsichernde Einkommen aus

  • 20.02.26

Der neue «Living Income Progress Report» zeigt, dass die Verpflichtungen zu existenzsichernden Einkommen trotz der schwierigen Wirtschaftslage ausgeweitet wurden.

Trotz Inflation, Klimawandel und geopolitischer Krisen haben Fairtrade International und seine Partnerorganisationen laut einem aktuellen Bericht mit neuen Strategien zur Erreichung existenzsichernder Einkommen für Bauernfamilien Erfolge erzielt.

«Hohe Weltmarktpreise, insbesondere für Kakao und Kaffee, konten sinkende Erneten in vielen Regionen nicht ausgleichen. Viele Produzent:innen profitierten daher kaum vom Preisanstieg. », sagte Carla Veldhuyzen van Zanten, Senior Advisor of Sustainable Livelihoods bei Fairtrade International.

Fokus auf Produktion und Preise
Fairtrade International setzt deshalb weiterhin auf einen ganzheitlichen Ansatz aus nachhaltiger Produktion, verantwortungsvoller Beschaffung und geeigneten Rahmenbedingungen.

Im Zentrum stehen Referenzpreise für existenzsichernde Einkommen sowie konkrete Investitionen in die Produktivität und Widerstandsfähigkeit der Betriebe. Ein Beispiel ist der freiwillige «Yield Booster»: Im Falle von Kakao zahlen Händler 245 Euro pro Tonne Kakao zusätzlich, um Kooperativen in Westafrika zu unterstützen. Finanziert werden etwa Baumschnittteams, Baumschulen und die Erneuerung alter Kakaobäume. Das Programm wird seit 2025 schrittweise eingeführt.

Auch auf Einkaufsseite steigt das Engagement: Kakaounternehmen erhöhten 2024/2025 die zu Referenzpreisen (Living Income Reference Prices, LIRP) eingekauften Mengen um 60 Prozent auf rund 32’000 Tonnen. Für das laufende Jahr wird ein weiterer deutlicher Anstieg erwartet. Zudem bietet Fairtrade neue, flexiblere Modelle für unternehmensspezifische oder regionale Referenzpreise an.

Partnerschaften zeigen Wirkung

Gemeinsam mit Handelspartnern treibt Fairtrade konkrete Projekte voran. Dazu zählen das «Living Income Accelerator»-Programm von Ben & Jerry’s in Madagaskar, die Verpflichtung des Schweizer Detailhändlers Coop für Produkte wie Reis, Cashewnüsse und Mangos existenzsichernde Einkommen zu ermöglichen sowie Preisinitiativen von Pure Africa für Kaffee aus Ostafrika.

Diese Beispiele zeigen: Existenzsichernde Einkommen entstehen dort, wo faire Preise, langfristige Partnerschaften und gezielte Investitionen zusammenspielen.

Den vollständigen Fortschrittsbericht von Fairtrade International zum existenzsichernden Einkommen finden Sie hier.