Globale Strategie von Fairtrade für 2026 – 2028: Resilienz im Fokus
Fairtrade International hat seine globale Strategie 2026–2028 vorgestellt: einen ambitionierten und zukunftsgerichteten Plan, der darauf abzielt, die Widerstandsfähigkeit von Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen zu stärken und den fairen Handel in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln.
Die neue Strategie greift zentrale Marktbedürfnisse sowie die Lebensrealitäten von Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen auf – darunter faire Preise, Marktzugang und der Umgang mit dem Klimawandel. Gleichzeitig stärkt sie die Zusammenarbeit zwischen Akteur:innen entlang der Lieferketten, damit diese gemeinsam auf Herausforderungen wie geopolitische Unsicherheiten, Klimaveränderungen, neue Konsumgewohnheiten und zunehmende Regulierung reagieren können.
Die globale Strategie 2026–2028 von Fairtrade setzt heute an, um nachhaltige Entwicklungen für morgen zu fördern. Sie trägt dazu bei, dass Kleinbäuer:innen, Arbeiter:innen, Unternehmen und Lieferketten besser auf eine sich wandelnde Handelslandschaft vorbereitet sind.
Im Zentrum stehen drei Ziele: nachhaltige Lebensgrundlagen fördern, faire und widerstandsfähige Lieferketten stärken sowie gemeinsames Engagement für fairen Handel vorantreiben. Diese Ziele tragen dazu bei, den Marktzugang zu verbessern, Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen und den Handel langfristig gerechter zu gestalten.
Nachhaltige Lebensgrundlagen fördern
Fairtrade trägt dazu bei, dass Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen weiter verbessern können. Dazu gehört die Weiterentwicklung von Programmen zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen. Gleichzeitig werden die Fairtrade-Standards weiterentwickelt, um wirksam und praxisnah zu bleiben und auf den zentralen Werten von Fairtrade aufzubauen.
Faire und widerstandsfähige Lieferketten stärken
Fairtrade baut den Marktzugang aus, vertieft die Zusammenarbeit mit Handelspartnern und stärkt die Rückverfolgbarkeit. Ziel ist es, die zu Fairtrade-Bedingungen gehandelten Mengen zu erhöhen und gleichzeitig Transparenz sowie Vertrauen entlang der Lieferketten zu fördern.
Gemeinsames Engagement für fairen Handel stärken
Fairtrade stärkt die Stimmen von Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen weiter, baut Partnerschaften aus und bündelt seine Kommunikation und politische Arbeit. So wird eine glaubwürdige Wirkung erzielt, die besseren Marktzugang und mehr Wirkung ermöglicht.
Zur Umsetzung dieser Ziele setzt Fairtrade verstärkt auf digitale und datengestützte Lösungen, die Mehrwert für Kleinbäuer:innen und Handelspartner schaffen. Ergänzend dazu ermöglicht eine diversifizierte Mittelbeschaffung Investitionen in Schulungen und Programme.
Marike Runneboom de Peña, Globale CEO von Fairtrade International betont, dass der Erfolg im Jahr 2028 daran messbar sein wird, dass Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen besser auf wirtschaftliche, soziale und ökologische Veränderungen reagieren können und sich ihre Lebensbedingungen verbessert haben. Gleichzeitig profitieren Unternehmen und Partner von transparenteren, gerechteren und widerstandsfähigeren Lieferketten.
«Wenn diese Strategie die gewünschte Wirkung entfaltet, werden Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Engagement im Fairtrade-System weiter wachsen – getragen von starken Partnerschaften und einem steigenden Interesse an Fairtrade-Produkten», sagte sie.
Die globale Strategie 2026–2028 wurde in einem partizipativen Prozess entwickelt, an dem das gesamte Fairtrade-System beteiligt war – darunter 19 nationale Fairtrade-Organisationen, acht Marketingorganisationen, drei Produzentennetzwerke sowie rund 1,9 Millionen Kleinbäuer:innen und Arbeiter:innen weltweit.
Weitere Informationen zur globalen Strategie 2026–2028 von Fairtrade finden Sie hier.