So setzt FAIRTRADE Standards
Die FAIRTRADE-Standards sind so konzipiert, dass sie den Bedürfnissen von Bäuerinnen und Bauern, Beschäftigten, Handelsunternehmen und anderen Interessengruppen gerecht werden. Sie werden in einem transparenten Prozess festgelegt, der umfassende Konsultationen mit allen Beteiligten sowie mit externen Expert:innengremien umfasst.
Standard-Komitee
Die endgültigen Entscheidungen über die Standards werden vom Standard-Komitee getroffen, einem Gremium bestehend aus mehreren Interessengruppen innerhalb von Fairtrade International. 50 Prozent der Komiteemitglieder sind Vertreter:innen der Bauernfamilien und Beschäftigten – so wird sichergestellt, dass die Perspektiven aller relevanten FAIRTRADE-Stakeholder gleichermaßen berücksichtigt werden.
Erfahre hier (LINK), wer derzeit Mitglied des Standard-Komitees ist und welches Mandat es innehat.
Hier (LINK) findest du die Termine für die nächsten Sitzungen und die Protokolle der vergangenen Sitzungen.
Die Arbeit an den FAIRTRADE-Standards
FAIRTRADE International veröffentlicht jedes Jahr die Pläne und Zeitrahmen für die Entwicklung und Überprüfung der Standards und Preise.
Finde hier den Plan für dieses Jahr. (LINK)
ISEAL: Der Kodex für gute Praxis bei der Standardsetzung
Die FAIRTRADE-Standards werden in Übereinstimmung mit dem ISEAL-Kodex festgelegt, der ein einheitliches Fundament für glaubwürdige Standard-Systeme schafft. Konkret bedeutet das:
- Die Konsultationen mit den wichtigsten Interessengruppen innerhalb von FAIRTRADE bilden die Grundlage für die Festlegung der Standards.
- Fairtrade International legt die Standards fest und unterstützt die Produzentenorganisationen bei deren Einhaltung. Die Zertifizierung selbst sowie die regelmäßigen Audits werden von der unabhängigen Zertifizierungsorganisation FLOCERT durchgeführt.
Weitere Informationen über die Verantwortlichkeiten bei der Standardsetzung gibt es auf der ISEAL-Website.
Fairtrade International hat nachgewiesen, dass es den ISEAL Code of Good Practice for Setting Social and Environmental Standards, Version 6.0, vollumfänglich einhält, und wurde im Mai 2016 vom ISEAL Membership Committee offiziell anerkannt.
Als Vollmitglied der ISEAL-Allianz verpflichtet sich FAIRTRADE, sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig positive Wirkung zu erzielen und dabei vertrauenswürdige Praktiken zu gewährleisten.
Verfahren zur Standardsetzung
Du willst mehr darüber erfahren, wie FAIRTRADE Standards setzt? Lese hier mehr über die internen Prozesse, mit denen neue Standards erstellt und bestehende überarbeitet werden:
Mehr erfahren:
- Entwicklung von FAIRTRADE-Standards: Vollständige Version | Kurze Zusammenfassung (LINK)
- Entwicklung von FAIRTRADE-Preisen: Vollständige Version | Kurze Zusammenfassung (LINK)
- Beschwerden über FAIRTRADE-Standards: Vollständige Fassung | Kurze Zusammenfassung (LINK)
Zertifizierung
Damit ein Produkt das FAIRTRADE-Siegel tragen darf, müssen alle Erzeugerorganisationen, Händler, Hersteller, Verarbeiter und Unternehmen, die am Kauf oder Verkauf beteiligt sind, zertifiziert sein - vom Anbau oder der Gewinnung bis hin zum verpackten Produkt, das im Handel erhältlich ist.
Hier erfahren, wie eine FAIRTRADE-Zertifizierung beantragt werden kann.
Für wen es FAIRTRADE-Standards gibt
Die FAIRTRADE-Standards sind auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bauernkooperativen, Beschäftigten in Großbetrieben oder Fabriken, kleingewerblichen Bergleuten sowie Händlern und Unternehmen, die FAIRTRADE-Produkte kaufen und verkaufen, zugeschnitten.
Aktuelle FAIRTRADE-Mindestpreise und -Prämien
Erzeugerorganisationen, die ihre Produkte über FAIRTRADE verkaufen, profitieren vom finanziellen Sicherheitsnetz des FAIRTRADE-Mindestpreises und erhalten zusätzlich die FAIRTRADE-Prämie, die sie in Projekte ihrer Wahl investieren können.